Die optimale Befeuerung des Kaminofens

Die optimale Befeuerung des Kaminofens
© 2018, Feuerdepot

Richtig Verbrennen, Fehlerquellen kennen und Fehler vermeiden

Um das Feuer zu verstehen, muss man es kennen!
Nur so lässt sich ein Kaminofen optimal befeuern und nur so kann der Kaminofen seine beste Wärmeleistung erbringen.

Phasen der Verbrennung

Was passiert also bei der Verbrennung?
In einem Zeitraum von ca. einer Stunde durchläuft die Verbrennung im Kaminofen die folgenden Schritte:

  • Direkt nach dem Anzünden wird das trockene Brennholz getrocknet und aufgewärmt.
  • Unmittelbar nach dem Trocknen steigt die Temperatur des Holzes immens auf ca. 150 – 200° C an. Das Holz wandelt sich in flüchtige Gase und Holzkohle um.
  • Gleichzeitig mit dieser Vergasung des Holzes verbrennt ein Teil der entwickelten Gase und wandelt sich zu Kohlendioxid und Wasser.
    In dieser Phase erhöht sich die Temperatur auf 600 – 800° C. Jetzt ist eine erhebliche Luftzufuhr unbedingt notwendig. Hier liegt eine große Fehlerquelle, denn wenn nun die Luftzufuhr irrtümlich verringert wird, ersticken die Flammen. Der Prozess der Umwandlung des Brennholzes in Gase setzt sich jedoch fort, so dass unverbranntes Gas aus dem Schornstein strömt. Dies ist nicht nur ineffizient, sondern führt auch zu einer Versottung des Schornsteins.
  • In der letzten Phase verbrennt die Holzkohle. Jetzt ist kaum Luftzufuhr mehr notwendig. Der Verbrennungsprozess beginnt wieder, wenn neues Brennholz auf die glühende Holzkohleschicht gelegt wird.

Typische Fehler der Verbrennung

  • Der größte Fehler ist die schon genannte Reduzierung der Luftzufuhr in Phase 3, was zu einer ineffizienten Verbrennung und zu einer Versottung des Schornsteins führt.
  • Eine weitere Fehlerquelle ist die Überhitzung des Kaminofens, welche zu irreparablen Schäden am Kaminofen führen kann. Sehr trockenes Brennmaterial wie Koks, ofengetrocknetes Holz, Briketts, Palettenholz oder Briketts kann zu hohe Verbrennungstemperaturen auslösen. Die ideale Restfeuchte von Brennholz beträgt ca. 15-20% und ist mit einem speziellen Feuchtigkeitsmessgerät leicht feststellbar.
  • Eine weitere Ursache für ein unkontrolliertes Feuer mit extrem hohen Temperaturen ist eine zu große Luftzufuhr. Diese resultiert oft aus einem offenen Aschekasten oder aus einer offenen Luftklappe bei einer Wetterlage mit Zug im Schornstein.

Diese Fehlerquellen kann der aufmerksame Kaminofenbesitzer leicht selbst kontrollieren.

Bei Unsicherheiten und Rückfragen steht Ihnen das Feuerdepot-Team gerne zur Verfügung.

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