Drosselklappe, Versottung und entzündlicher Ruß: Gefahren für und durch den Schornstein

Glanzruß, Versottung, Drosselklappe einstellen
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Der Schornstein eines Hauses hat die Funktion, die giftigen Rauchgase aus der Verbrennung im Kaminofen in die Außenluft zu entsorgen. Dies ist eine überaus wichtige Funktion, denn wenn der Schornstein nicht richtig funktioniert und Kohlenmonoxid in den Wohnraum geleitet wird, so kann dies Rauchvergiftungen zur Folge haben. Im schlimmsten Fall kann die Kohlenmonoxidkonzentration sogar so hoch sein, dass die Bewohner ersticken.
Auch darum ist es wesentlich, seinen Schornstein zu kennen und zu pflegen.

 

Regelmäßige Kontrolle durch den Schornsteinfeger

In Deutschland werden alle Schornsteine einmal im Jahr durch den zuständigen Schornsteinfeger kontrolliert. Er prüft die Emissionswerte und nimmt bei Bedarf eine Reinigung vor. Gleichzeitig wird die Dichtheit von Rohren und von der Abgasanlage kontrolliert. Wenn ein Verdacht auf Undichtigkeit besteht oder sogar schon Gefahr im Verzug ist, hat der Schornsteinfeger das Recht, den Betrieb einer Feuerstätte zu untersagen. Er berät dann aber auch, welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

 

Kontrolle und Einstellen der Drosselklappe

Zu jedem Kaminofen gehört im Rauch-Anschlussrohr eine Drosselklappe. Diese Metallplatte kann stufenlos einstellen, wie weit das Abgasrohr zum Schornstein hin geöffnet ist. Die Drosselklappe kann sogar das Rauchrohr vollständig verschließen. Dies wird aber nur dann empfohlen, wenn der Kaminofen über einen längeren Zeitraum gar nicht genutzt wird. Eine zu weit geöffnete Drosselklappe senkt den Wirkungsgrad eines Kaminofens, da zu viel Wärme über den Schornstein nach außen geleitet wird. Wenn also Rauch in den Wohnraum dringt, ist als erstes zu prüfen, ob die Drosselklappe das Rauchrohr verschließt. Gegebenenfalls ist sie weiter zu öffnen.

 

Versottung

Ein Schornstein kann versotten, wenn innerhalb des Schornsteins der abziehende Rauch bereits so weit abkühlt, dass die Abgase kondensieren. Dann werden die Mantelsteine des Kamins mit Wasser, Teer und Säuren durchdrungen. Dies kann zu einem unangenehmen Geruch führen, aber letztlich auch den Kamin zerstören. Wenn die Versottung noch nicht all zu weit fortgeschritten ist, kann der Prozess durch eine Optimierung der Kaminofeneinstellungen gestoppt werden. Der Rauch muss dann so heiß sein, dass er rückstandslos über den Schornstein entweicht und erst anschließend abkühlt. Ist der Schornstein bereits zu sehr beschädigt, kann der Edelstahlschornstein als Bausatz eine schnell montierbare Alternative sein.

 

Entzündlicher Glanzruß

Glanzruß entsteht dann, wenn nicht ausreichend durchgetrocknetes Holz verbrannt wurde. In seltenen Fällen sind auch ein zu großer Querschnitt des Schornsteins oder ein Fehler in der Rücklaufanhebung der Feuerstätte Ursachen für Glanzruß. In diesem Fall lagern sich Rückstände der Verbrennung auf der Innenseite des Schornsteins ab. Dieser sogenannte Glanzruß ist entzündlich und kann im schlimmsten Fall sogar zu einem Schornsteinbrand führen. Dieser darf nicht mit Wasser gelöscht werden, da die resultierende Wasserdampfmenge den Schornstein bersten könnte. Glanzruß kann auch nicht bei der üblichen Reinigung durch den Schornsteinfeger entfernt werden, sondern er wird gezielt unter Aufsicht der Feuerwehr abgebrannt.

Wir bieten eine umfangreiche Auswahl an Kamin- und Pelletöfen sowie an Edelstahlschornsteinen. Dank der langjährigen Erfahrung über 4 Generationen ist das Feuerdepot auch in der Lage, auftretende Fragen zu Problemen mit Feuerstätten zu beantworten. Die Beratung per Telefon, E-Mail, Facebook oder persönlich ist kompetent und unverbindlich.