Welche Schritte sind notwendig, um einen Edelstahlschornstein zu installieren?

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Gerade für den Edelstahlschornstein werben die Hersteller gerne mit der Aussage, dass dieser einfach, in wenigen Stunden, ohne Schmutz und mit nur wenig Aufwand installierbar ist. Dies lässt sich leicht sagen. Damit diese Aussage aber auch für den Hausbesitzer nachvollziehbar und überprüfbar ist, stellen wir hier die einzelnen Schritte übersichtlich und ausführlich vor.

 

Planung und Anschaffung

Wenn man sich für einen neuen Schornstein entscheidet, so ist dies meist dadurch verursacht, dass man einen neuen, energieeffizienten Kaminofen anschaffen möchte oder dass der alte Schornstein technisch nicht mehr genügt. Auf alle Fälle ist an dieser Stelle der Schornsteinfeger der wichtigste Ansprechpartner. Er berät hinsichtlich des optimalen Standorts des Kaminofens und des Schornsteins, da er letztendlich ja auch jede Feuerstätte genehmigen und warten muss. Auch verlangen die Hersteller von Feuerstätten und die Versicherungen die mängelfreie Bescheinigung des Schornsteinfegers. Weiterhin unterstützt der Schornsteinfeger den Bauherren bei eventuellen Formalitäten, falls eine Baugenehmigung notwendig sein sollte. Dies ist je nach Bundesland unterschiedlich in der jeweiligen Landesbauordnung geregelt. Zumeist ist jedoch eine Baugenehmigung für kleine und mittlere Anlagen, wie sie bei Einfamilienhäusern anzutreffen sind, nicht notwendig.

 

Umsetzung

Die Installation eines Außenschornsteins ist insbesondere deswegen mit wenig Aufwand umsetzbar, weil inzwischen vollständige Schornsteinbausätze zur Verfügung stehen. Diese Systeme können bis zu einer Höhe von 15 Metern mit einem einfachen Stecksystem und in den meisten Fällen Klemmbändern montiert werden.

Es muss nur an einer Stelle ein Durchbruch der Außenwand erfolgen. Hier wird dann der Kaminofen mit dem Schornstein verbunden. An der Außenwand unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer Bodenmontage, bei welcher der Schornstein auf einem Sockel auf den Boden gestellt wird, und einer Wandmontage, bei welcher der Schornstein mit Hilfe einer sogenannten Wandkonsole an der Wand montiert wird. Auch bei der Wandmontage gibt es aber eine Bodenplatte mit Kondensatablauf. Hier findet sich auch die Prüf- und Reinigungsöffnung für den Schornsteinfeger.

Danach wird der Schornstein in die Höhe gebaut. Es gibt Längenelement in verschiedenen Bauhöhen zwischen 250 und 1000 mm, so dass man den Schornstein leicht den baulichen Gegebenheiten anpassen kann. Sollten jedoch besondere Umstände und Erfordernisse vorliegen, so können speziell kürzbare Längenelemente individuell gekürzt werden. In der Regel ist der Kamineffekt ab einer Bauhöhe von 4,5 m ideal.

Die einzelnen Längenelemente können dank des Muffe-Sicke Systems nun einfach aufeinander gesteckt werden. Mindestens alle 3 Meter ist der Edelstahlschornstein durch einen Wandhalter zu sichern. Zwischen 2 Elementen wird die Steckverbindung durch ein Klemmband gesichert. Auf das letzte Längenelement wird dann der Mündungsabschluss montiert.

Damit kann ein Edelstahlkamin schon sehr zügig betriebsbereit sein.

 

Besondere Fälle der Schornsteinmontage

Schrägführung

Manchmal erfordern die baulichen Gegebenheiten eines Hauses die Schrägführung des Schornsteins. Dies ist auch mit einen Bausatz möglich, allerdings darf die Neigung nur maximal 30 Grad betragen. Hier muss nach der Schägführung dann gegebenenfalls mit Zwischenstützen gearbeitet werden. Ausführliche Informationen zu der Nutzung von Wandhalterungen und den maximalen Abständen und Montagehöhen kann ebenfalls der Schornsteinfeger geben bzw. nähere Angaben findet man in der Einbauanleitung des Schornsteinsystems.

Brennbare Wände

Einige Altbauten und gerade einige denkmalgeschützte Gebäude haben brennbare Wände. Auch in einem solchen Fall ist die Nutzung eines Außenschornsteins möglich. Allerdings ist darauf zu achten, dass nur doppelwandige, gedämmte Längenelemente verbaut werden. Die Abstände zu brennbaren Materialien sind geregelt in der jeweiligen Feuerungsverordnung des Bundeslandes. Diese unterscheiden sich teilweise und sind daher bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.

Dachdurchführung

Manchmal zwingen die baulichen Gegebenheiten dazu, dass der Außenschornstein durch das Dach hindurch geführt werden muss. Eine entsprechende Führung ist in das Dach einzubauen und der Zwischenraum zwischen dem Dach und dem Außenschornstein ist durch einen Regenkragen mit Gummiabdichtung auszustatten, damit kein Regenwasser eindringen kann. Auch hier gilt es den Abstand zu brennbaren Bauteilen einzuhalten.

 

Es empfiehlt sich, einen erfahrenen Betrieb mit der Errichtung eines doppelwandigen Außenschornsteins zu beauftragen. Dann ist die Arbeit tatsächlich sauber und sicher innerhalb weniger Stunden erledigt. Das Feuerdepot verfügt über ein bundesweites Netzwerk aus qualifizierten Partnerunternehmen die zu preiswerten Festpreisen die fachgerechte Installation erledigen.

Das Feuerdepot Team steht individuell und unverbindlich per E-mail unter info@feuerdepot.de , telefonisch 089 231414710 oder persönlich im Showroom zur Verfügung, um alle Fragen rund um das Thema Edelstahlschornstein und Kamine zu beraten.