Gefahr beim Wintergrillen: Gasvergiftungen durch fehlerhaft eingebauten Grill

Grillen im Winter Gefahren, Gefahren beim Wintergrillen
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2014 wurden 16 Menschen verletzt – Sicherheit durch Feuerstättenfachbetrieben

Vermutlich durch einen erst kürzlich fehlerhaft in ein Gartenhäuschen eingebauten Grill erlitten am letzten Wochenende 12 Partygäste in Eschborn (Hessen) Kohlenmonoxidvergiftungen. Als der erste Gast in Ohnmacht fiel, wurde der Notarzt gerufen. Die Opfer wurden umgehend in eine Klinik gebracht.
Erst Anfang November endete in Hamburg die unsachgemäße Bedienung eines Grills für vier Männer fast tödlich.
Eine umfassende Information der breiten Bevölkerung über den Umgang mit offenem Feuer und über die Risiken von Kohlenmonoxid scheint dringend geraten zu sein.

Kein Holzkohlegrill in geschlossenen Räumen
Laut den Aussagen der zuständigen Polizei nutzten die jungen Männer in Hamburg wohl einen handelsüblichen Holzkohlehartengrill in dem Gartenhäuschen als Heizung. Es mag Dummheit, Unwissenheit oder Leichtsinn gewesen sein, was die Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren dazu bewog, denn ein Schornstein oder ein anderer Abzug für den lebensgefährlichen Rauch war nicht vorhanden.

Der gesunde Menschenverstand sollte genügen, um kein Feuer in einem geschlossenen Raum zu entzünden, welches größer als eine Kerze ist. Schließlich ernährt sich jedes Feuer von genau dem Sauerstoff, welchen auch wir Menschen zum atmen benötigen. Dafür entsteht bei der Verbrennung Rauch, welcher das für den Menschen hochgiftige Kohlenmonoxid enthält. Wenn nun der vorhandene Sauerstoff vom Feuer verzehrt und der resultierende Rauch nicht abziehen kann, erleiden Anwesende eine Rauchvergiftung, welche innerhalb kürzester Zeit zur Ohnmacht und zum Tod führen kann.

Will man also in einem geschlossenen Raum heizen, so sollte man ausschließlich auf elektrische Systeme zurückgreifen.

Selbstverständlich kann man auch in einem geschlossenen Raum grillen. Dafür gibt es den elektrischen Grill. Ein elektrischer Grill arbeitet sauber, schnell und nahezu ohne Rauchentwicklung.

Gartengrill vom Fachbetrieb + Kontrolle durch den Schornsteinfeger
Die Kohlenmonoxidvergiftungen in Hessen sollen durch einen defekten oder fehlerhaft eingebauten Gartengrill im geräumigen Gartenhäuschen entstanden sein. In dem Häuschen feierten immerhin 21 Personen, als das 1. Opfer in Ohnmacht fiel. Zur Zeit laufen noch die Ermittlungen, warum genau der giftige Rauch nicht abziehen konnte. Die Polizei vermutet, dass der Gartenkamin entweder fehlerhaft eingebaut wurde oder aber defekt war. Es wird in diesem Zusammenhang zwar erwähnt, dass der Einbau des Gartenkamins mehr als ein Jahr zurück lag, es wird aber nicht dargelegt, ob der Eigentümer die Feuerstätte jährlich durch den zuständigen Schornsteinfeger kontrollieren ließ. Auch konnte zum jetzigen Zeitpunkt ein unsachgemäßer Umgang mit dem Grill zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Ein Gartengrill oder ein Grillkamin ist grundsätzliche eine wundervolle Außenküche. Es ist aber darauf zu achten, dass nur hochwertige Bausätze erfahrener Hersteller ausgewählt werden und dass ein qualifizierter Fachbetrieb diesen Kamin einbaut und anschließt. Das Feuerdepot vermittelt an dieser Stelle gerne.

Auch sollte jeder verantwortungsbewusste Hauseigentümer die Feuerstätte mindestens jährlich durch den Schornsteinfeger kontrollieren lassen. So können Laub oder Vogelnester den Abzug verstopfen bzw. bei der Nutzung von zu feuchtem Brennholz kann Glanzruß zu Problemen im Schornstein führen.

Selbstverständlich steht das Feuerdepot gerne unverbindlich, persönlich und individuell für alle Fragen rund um den Grill und den Grillkamin auch im Winter zur Verfügung.

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