Störungen des Kaminofens selbst erkennen und beheben

Störungen des Kaminofens selbst erkennen und beheben
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In den meisten Fällen, bei denen die Verbrennungsverhältnisse eines Kaminofens nicht optimal sind oder gar wenn kleinere Störungen vorliegen, kann der Besitzer selbst durch wenige Handgriffe wieder eine optimale Verbrennung erreichen.
Hier werden im Folgenden typische Störungen erläutert und Schritte zur Behebung der Störung aufgezeigt.
Sollten selbst diese Maßnahmen keine Wirkung zeigen, stehen Ihnen das Feuerdepot sowie Ihr Schornsteinfeger für eine umfangreiche Beratung gerne zur Verfügung.

Fehlender oder mangelnder Abzug

Wenn der Rauch nicht abzieht, liegt es oft daran, dass die Rauchgasklappe im Rauchrohr geschlossen ist, die Reinigungsklappe im Schornstein defekt ist oder ein Vogelnest den Schornstein verstopft.
Auch das Rauchrohr kann verstopft sein oder sich Ruß oben auf der Rauchumlenkplatte abgelagert haben.
In seltenen Fällen ist die Rauchumlenkplatte nicht richtig positioniert oder es hat sich im Haus ein Unterdruck gebildet.

Der erste Schritt bei einem mangelnden Abzug ist sicher, die Rauchgasklappe zu prüfen und gegebenenfalls zu öffnen. Sollte diese Maßnahme keine Wirkung zeigen, sollten Sie das Rauchrohr sowie die Brennkammer vorsorglich gründlich reinigen.
Auch können Sie selbst kontrollieren, ob die Rauchumlenkplatte richtig montiert ist. Hinweise zur richtigen Montage finden Sie in der Bedienungsleitung des jeweiligen Kaminofens.
Eventuell ist es auch zu empfehlen Ihren Schornsteinfeger zu kontaktieren, damit dieser z.B. größere Verschmutzungen beseitigen kann.

Da besonders in gut isolierten Häusern leicht ein Unterdruck entstehen kann, kann es auch schon ausreichend sein, dem Raum durch das Öffnen eines Fensters mehr Luft zuzuführen.

Zu viel Abzug

Wenn der Ofen zu viel Zug erbringt kann dies wieder an einer verkehrt sitzenden Rauchumlenkplatte liegen. Informationen für die richtige Überprüfung können Sie ebenfalls der Bedienungsanleitung entnehmen.

Grundsätzlich ist in diesem Fall aber auch das Brennmaterial zu kontrollieren.
So benötigt ofengetrocknetes Holz weniger Luftzufuhr als normales Brennholz und die Zufuhr ist entsprechend zu regulieren.

Ein konstant geöffnetes Luftventil ist eine häufig mechanische Fehlerquelle. Auch können die Dichtungsbänder an der Tür verschlissen oder flach gedrückt sein.

Die Glasscheibe des Ofens verrußt

Bei einer deutlich verrußten Glasscheibe ist nasses Brennholz die häufigste Ursache. Grundsätzlich soll nur trockenes Holz mit einer maximalen Feuchte von 20% verbrannt werden. Die jeweilige Feuchte des Holzes kann leicht mit einem Feuchtemessgerät selbst bestimmt werden.

Eine mechanische Ursache für eine verrußte Glasscheibe kann darin liegen, dass das Luftventil geöffnet werden muss, um so der Verbrennung mehr Luft zuzuführen.

Weißes Glas als Indikator für eine schlechte Verbrennung

Eine schlechte Verbrennung liegt meist dann vor, wenn der Kamin falsch befeuert wird und daraus resultierend die Temperatur im Kaminofen zu niedrig ist. Als falsche Befeuerung gelten die Verbrennung von Abfallholz, gestrichenem oder imprägniertem Holz sowie die Verbrennung von Kunststofflaminat oder Sperrholz.
Grundsätzlich sollte nur geeignetes Brennholz genutzt werden, welches auch für diesen Zweck bestimmt wurde.

Beim Öffnen der Kaminofentür dringt Rauch in den Raum

Wenn beim Öffnen der Kaminofentür Rauch in den Raum dringt, so findet auf diesem Weg ein Druckausgleich in der Brennkammer statt. Grund für diesen nicht erwünschten Druckausgleich kann sein, dass der Schornstein nicht ordnungsgemäß auf den Kaminofen abgestimmt ist.
In einem solchen Fall kann Ihr Schornsteinfeger weiterhelfen. Dieser kann auch feststellen, ob vielleicht die Schornsteinhöhe im Verhältnis zum benötigten Minimumzug zu niedrig ist.

Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang zu beachten, dass die Kaminofentür niemals geöffnet werden soll, wenn das Feuer in der Brennkammer noch lodert, denn auch dann dringt Rauch in den Raum.
Es ist besser, ca. 1 Minute vor dem Öffnen der Tür das Luftventil vollständig zu öffnen und die Tür nur langsam zu öffnen.

Idealerweise soll die Kaminofentür nur geöffnet werden, wenn eine Glutschicht vorhanden ist.

Schwarzer oder grauschwarzer Rauch bei der Verbrennung

Schwarzer oder grauschwarzer Rauch ist ein Indikator für eine unvollständige Verbrennung. Der erste Schritt in einem solchen Fall ist, die Luftzufuhr zu erhöhen.

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